Rentenversicherung für Arbeitslose

Der anhaltende Wirtschaftsabschwung – für 2009 prognostizieren Experten einen Einbruch der Wirtschaftsleistung um bis zu sechs Prozent – dürfte in den kommenden Monaten zu einer deutlichen Verschlechterung der Lage am Arbeitsmarkt führen. Experten rechnen für die kommenden Jahre bereits mit bis zu 5 Millionen Arbeitslosen. Wohl aus diesem Grund weist die Deutsche Rentenversicherung Bund darauf hin, dass für die Betroffenen auch während einer Arbeitslosigkeit Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden – für Hartz-IV-Empfänger fallen diese aber sehr kärglich aus.


Dabei zahlt die Bundesagentur für Arbeit für Empfänger von Arbeitslosengeld (ALG) I 80 Prozent der bisher geleisteten Rentenversicherungsbeiträge. Diese Beiträge werden dem Rentenkonto des Versicherten gutgeschrieben. Für ein Jahr Arbeitslosigkeit erwirbt der Durchschnittsverdiener (2009: 30.879 Euro Jahresverdienst) derzeit einen monatlichen Rentenanspruch von rund 21,25 Euro in den alten Bundesländern und 18,67 Euro in den neuen Bundesländern. Zum Vergleich: Bei vollem Verdienst wären es 26,56 Euro bzw. 23,34 Euro.

Arbeitslosengeld I wird jedoch nur für höchstens 24 Monate gezahlt. Bei längerer Arbeitslosigkeit bekommen Betroffene Arbeitslosengeld II. Hierfür wird ein einheitlicher Beitrag von 40,80 Euro je Monat an die Rentenversicherung gezahlt. Die Rente steigt später für jedes Jahr mit Arbeitslosengeld II gerade mal um 2,17 Euro in den alten und neuen Bundesländern. Mehrere Jahre Hartz IV steigern somit die Gefahr, auch im Alter auf staatliche Transferleistungen angewiesen zu sein.

Weitere Fragen rund um das Thema “Arbeitslos – was muss ich beachten?” beantworten die Mitarbeiter in den Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung oder am Servicetelefon unter 0800 100 048 00.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund
(ENDE) versicherungspuls/29.06.2009/mar