Rentenanpassung

Rentengarantie verhindert sinkende Renten

Die gesetzlichen Renten bleiben auch nach dem Stichtag 30. Juni weiterhin auf ihrem bisherigen Niveau. Nach wie vor bekommen Rentner somit 27,20 Euro (West) beziehungsweise 24,13 Euro (Ost). Dabei profitieren sie von der im vergangenen Jahr beschlossenen Rentengarantie – denn eigentlich müssten die Renten infolge gesunkener Löhne nach unten angepasst werden.


Immerhin sind die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer im vergangenen Kalenderjahr – welches für die Berechnung des ab Juli 2010 geltende Rentenniveau ausschlaggebend ist – infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise in den alten Bundesländern um 0,96 Prozent gesunken. In den neuen Bundesländern gab es lediglich eine leichte anpassungsrelevante Lohnsteigerung um 0,61 Prozent. Ohne die umstrittene Schutzklausel ergäbe die Rentenanpassungsformel zum 1. Juli 2010 nach Angaben der Bundesregierung einen neuen Rentenwert von 26,63 Euro (West) bzw. 24,00 Euro (Ost). Das entspräche einer Rentensenkung um 0,57 Euro bzw. 0,13 Euro.

Die Rentengarantie verhindert nun jedoch, dass die neuen Rentenwerte geringer ausfallen als die bis zum 30. Juni 2010 geltenden Werte. Kürzungen haben deutsche Rentner also nicht zu befürchten. Damit dies aber auch nicht zu Lasten der jüngeren Generationen geht, sollen jetzt unterbleibende Rentenkürzungen in den Folgejahren mit etwaigen Rentenerhöhungen verrechnet werden.

Quelle: Regierung Online
(ENDE) versicherungspuls.de/21.06.2010