Elementarschadenversicherung

Mehr Hausbesitzer gegen Überschwemmungen versichert

Rund 40 Prozent der Hausbesitzer in Deutschland sind mittlerweile gegen Schäden durch Überschwemmungen und weitere Elementargefahren versichert. Vor 15 Jahren waren es noch nicht mal halb so viele, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) berichtet. Verantwortlich hierfür sind auch entsprechende Informationskampagnen in zahlreichen Bundesländern.

In Zusammenarbeit mit den deutschen Versicherern informieren inzwischen zehn Bundesländer ihre Bürger über die Risiken von Elementargefahren, wie man sich schützen kann und welche Versicherungen notwendig sind. Den Anfang machte hierbei Bayern im Jahr 2009. Seitdem konnte die Versicherungsdichte dort um 15 Prozentpunkte auf derzeit 30 Prozent erhöht werden.

Doch trotz dieser erfreulichen Entwicklung sind immer noch knapp elf Millionen der rund 17,5 Millionen Wohngebäude nicht ausreichend versichert. Gleichzeitig gehen laut einer vom GDV in Auftrag gegebenen Umfrage über 90 Prozent der Hausbesitzer davon aus, umfassend gegen Naturgefahren abgesichert zu sein. Viele Hauseigentümer unterschätzen offenbar noch immer die Gefahr, Opfer von Überschwemmungen oder Hochwasser zu werden, warnt daher der Versicherungsverband.

Sinnvolle Elementarschadenversicherung

Eine Wohngebäudeversicherung allein schützt zwar vor Sturm- und Hagelschäden, ist aber kein Schutz gegen Elementargefahren. Sturzfluten, Wasserrückstau oder eine Schlammlawine können jederzeit und überall auftreten. Erst mit einer Elementarschadenversicherung ist die Vollkasko fürs Haus komplett. Sie gehört für Hausbesitzer zu den empfehlenswerten Versicherungen. Das gilt umso mehr, sollte der neuerliche Vorstoß Bayerns Schule machen: Der Freistaat hat angekündigt, als erstes Bundesland ab Juli 2019 keine finanziellen Staatshilfen mehr an unversicherte Hochwasseropfer zu zahlen, wenn das Haus versicherbar gewesen wäre.


Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
(Ende) versicherungspuls/06.04.2017/pm/mar