Kfz-Versicherung: AdmiralDirekt jubelte Kunden Schutzbrief unter

Der Autoversicherer AdmiralDirekt hat Internetkunden ungefragt Schutzbriefe untergeschoben. Das belegt eine interne Dienstanweisung, wie die Redaktion von Stiftung Warentest/Finanztest berichtet. Demnach ist man im Management von AdmiralDirekt davon ausgegangen, dass sich die meisten Kunden nicht über den ungefragten Schutzbrief beschweren würden – entweder aus Unkenntnis oder Trägheit. Falls doch, sollten die Mitarbeiter auf einen technischen Fehler verweisen und sich beim Kunden entschuldigen. Nach einer Anfrage von Finanztest habe die Versicherung die Praxis inzwischen eingestellt.


Gleichzeitig warnen die Verbraucherschützer, dass auch andere Autoversicherer fragliche Verkaufsstrategien nutzen. So seien bei einigen Kfz-Versicherungen bei Online-Anträgen Fahrerunfallversicherungen oder Tarife mit Werkstattbindung voreingestellt. Entsprechende Häkchen würden von etlichen Kunden übersehen.

Diese und andere dreiste Methoden schildert Finanztest in seiner der Ausgabe 2/2010. Den Artikel gibt es auch online: Autoversicherung: Die fiesen Tricks der Versicherer (kostenpflichtig).

Versicherungskunden rät die Stiftung Warentest, sich bei solchen Streitigkeiten an den Versicherungsombudsmann oder die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu wenden.

Quelle: Finanztest (2/2010)
(ENDE) versicherungspuls/29.01.2010