Fahrradversicherung zahlt nicht immer bei Diebstahl

Sommerzeit: längere Tage, schönes Wetter – beste Voraussetzungen also für eine verstärkte Nutzung des Fahrrads. Leider sind Fahrräder und hochwertiges Zubehör auch beliebte Diebesgüter. Besonders für wertvollere Fahrräder bietet es sich also an, sie gegen Diebstahl zu versichern, wie die Interessensvereinigung Geld und Verbraucher (GVI) empfiehlt.

Eine entsprechende Klausel kann dabei oftmals im Rahmen einer Hausratversicherung bis zu einer Höhe von zwei Prozent der Versicherungssumme eingeschlossen werden. Um ein neues Fahrrad im Wert von 1.000 Euro richtig zu versichern, wäre also eine Versicherungssumme von 50.000 Euro notwendig.

Fahrradversicherungen mit begrenztem Schutz

Aber Achtung: Eine Fahrradversicherung zahlt bei Diebstahl nicht immer, warnen die GVI-Experten. Einen Versicherungsschutz habe nur, wer seine Sorgfaltspflichten nicht verletzt. Dazu muss das Rad durch ein angemessenes Sicherheitsschloss mit einem festen Gegenstand verbunden sein. Meistens gelten daneben auch zeitliche Einschränkungen, nach denen das Rad zwischen 22 und 6 Uhr außerhalb von Gebäuden nicht abgesichert ist.

Beste Absicherung: Dem Diebstahl vorbeugen

Ansonsten ist es natürlich besser, einem Diebstahl vorzubeugen statt sich im Nachhinein mit dem Fahrradversicherer auseinandersetzen zu müssen. Zum Schutz gegen den Fahrradklau rät die Polizei unter anderem, sichere Abstellplätze zu wählen, die gut einsehbar sind. Zudem sollte die Möglichkeit bestehen, das Rad sowohl am Rahmen als auch an einem Laufrad anzuschließen. Zusätzlich abschreckend wirken vor allem starke Schlösser, die viel Zeit und gutes Werkzeug benötigen um geknackt werden zu können.

Weitere Empfehlungen der Polizei: Wählen Sie beim Kauf von Fahrradsicherungen hochwertiges Material wie massive Bügel- oder Panzerkabelschlösser. Nehmen Sie das Werkzeug aus der Werkzeug- oder Satteltasche immer mit. Notieren Sie die individuelle Rahmennummer und lassen Sie beim Fahrradhändler eine zusätzliche Codiernummer anbringen. Zuhause steht das Rad am Besten angeschlossen im eigenen Keller oder in speziell abschließbaren Fahrradboxen. Ein sorgfältig ausgefüllter Fahrradpass und ein Foto Ihres Rades erleichtern nach einem Diebstahl die Fahndung und die Zuordnung des Fahrrades nach dem Wiederauffinden.

Beim Kauf gebrauchter Fahrräder sollten Sie vom Verkäufer einen Eigentumsnachweis verlangen, zumindest jedoch Personalien und die Personalausweis-Nummer notieren. Ein Faltblatt zum Thema “Fahrraddiebstahl” zusammen mit einem Fahrradpass gibt es bei jeder Polizeidienststelle.

Quelle: Interessenvereinigung der Versicherten, Sparer und Kapitalanleger e.V. (Geld und Verbraucher)
(ENDE) versicherungspuls/13.05.2009/mar