Mietkaution: Kautionsversicherungen für Mieter ungeeignet

Derzeit versuchen Versicherungsvermittler Kautionsversicherungen als Alternative zum gering verzinsten Mietkautionskonto zu verkaufen. Doch diese sind für Mieter und Vermieter ungeeignet. Das stellt die Zeitschrift Finanztest in ihrer aktuellen Ausgabe (Nr. 05/2009) fest und rät vom Abschluss derartiger Policen ab.

Kautionsversicherungen funktionieren ähnlich wie eine Bankbürgschaft. Die kann der Vermieter zum Beispiel in Anspruch nehmen, wenn der Mieter nach dem Auszug eine verwüstete Wohnung hinterlässt. Scheinbarer Vorteil von Kautionsversicherungen für den Mieter: Statt der kompletten Kautionssumme fallen jährliche Versicherungsgebühren an. Die finanzielle Belastung ist zu Beginn also geringer.

Doch die Sache hat einen entscheidenden Haken: Das Geld ist definitiv weg, denn der Mieter erhält von den Gebühren nach dem Auszug nichts zurück. Liegt die Kaution stattdessen auf einem Kautionskonto, erhält der Mieter das Geld plus Zinsen zurück, sofern nach dem ordnungsgemäßen Auszug keine Rechnungen mehr offen sind.

Auch für Vermieter ist die Mietkaution auf einem verzinsten Konto die bessere Mietsicherheit. Denn die gutgeschriebenen Sparzinsen erhöhen seine Mietsicherheit.

Alternative Tagesanleihe von Vater Staat

Als eine gute Alternative zum Kautionskonto bei einer Bank empfehlen die Finanztest-Redakteure die Tagesanleihe der Bundesrepublik Deutschland. Anders als bei Banken und Sparkassen passt sich die Verzinsung der Tagesanleihe automatisch an den Marktzins an. So können Mieter von steigenden Zinsen profitieren.

Wie man die Tagesanleihe als Mietkaution nutzt und welche weiteren Varianten für die Mietkaution tatsächlich sinnvoll und lukrativ sind, lässt sich auch bei Finanztest im Internet nachlesen: Mietkaution: Neue Anlageoptionen

Quelle: Stiftung Warentest / Finanztest
(ENDE) versicherungspuls/29.04.2009/mar