Mehr Beschwerden über Versicherungen

Immer mehr Versicherte wenden sich bei Problemen mit ihrer Assekuranz an den Versicherungs-Ombudsmann. Dabei erreichte die Zahl der Beschwerden im vergangenen Jahr mit 18.837 (plus sieben Prozent) einen neuen Höchstwert, wie Ombudsmann Günter Hirsch gegenüber Börse Online mitteilte. Zuvor sei das Jahr 2006 das Jahr mit den meisten Beschwerden gewesen.


Der Anstieg der Beschwerden sei eventuell darauf zurückzuführen, dass das Klima zwischen Versicherungen und Kunden rauer geworden sei. “Meine Mitarbeiter sagen mir, dass es früher leichter war, in zweifelhaften Fällen eine Kulanzentscheidung des Versicherers zu bekommen”, so Hirsch. Ihm selbst falle ein Vergleich zu früheren Jahren schwer, weil er erst zu kurz im Amt sei.

Hirsch ist seit April 2008 als Versicherungsombudsmann tätig (versicherungsombudsmann.de). Als Schlichtungsstelle versuchen er und seine Mitarbeiter, bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Versicherungskunden und Versicherungsunternehmen zu vermitteln. Dabei sind sie für fast alle Versicherungsarten zuständig. Lediglich für Kranken- und Pflegeversicherungen gibt es einen eigenen Ombudsmann (pkv-ombudsmann.de).

Mehr zum Thema:
Versicherungs-Ombudsmann: Immer mehr Beschwerden (Börse Online)
Informationen über das Beschwerdeverfahren gegen Versicherungsunternehmen (versicherungsombudsmann.de)
Liste weiterer Ombudsmänner/-frauen (insbesondere Handel, Banken, Reise und Verkehr)
Hintergrund: Ombudsmann (wikipedia)

Quelle: Börse Online
(ENDE) versicherungspuls/08.04.2009/mar

Ein Kommentar zu “Mehr Beschwerden über Versicherungen

  1. Bianca

    Von so einem Ombudsmann wusste ich bislang gar nichts. Gut zu wissen, dass es eine Stelle gibt, an die man sich als Privatmann wenden kann. Könnte mir vorstellen, dass der PKV-Ombudsmann auch nicht weniger zu tun hat. Die ganzen Veränderungen und Kürzungen die es auf dem Gebiet in den letzten Jahren gab, werden sicherlich zu einigen Streitigkeiten geführt haben. Hoffentlich können diese Ombudsmänner einem überhaupt noch wirklich helfen, wenn sie jetzt so überlastet werden. Aber das schafft ja vielleicht auch neue Arbeitsplätze…

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