Neue Regel für steuerbegünstigte Lebensversicherungen

Kurz notiert: Seit dem 1. April 2009 greifen veränderte Regeln für Lebensversicherungen. Damit neu abgeschlossene Verträge vom Fiskus als steuerbegünstigt anerkannt werden, müssen die damit verbundenen Einzahlungen zu mindestens 50 Prozent in die Absicherung für den Todesfall fließen, wie die Süddeutsche Zeitung in ihrem Newsticker berichtet. Im Gegenzug sinken jedoch der Sparanteil und damit auch die mögliche Rendite. Bei Altverträgen, die bis zum 31. März 2009 abgeschlossen wurden sind, änderte sich nichts.


Mit der neuen Regelung will der Gesetzgeber den Aspekt des Hinterbliebenenschutzes stärker betonen, wird Stephan Gelhausen vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zitiert. Die Attraktivität der Lebensversicherung als getarnte Kapitalanlage solle hingegen geschmälert werden. Hier locke bislang ein Steuervorteil, nach dem nur die Hälfte der Erträge versteuert werden müsse.

Um jedoch als steuerbegünstigt eingestuft zu werden, müssen Lebensversicherungen zudem weiterhin bis zum 60. Lebensjahr und dabei noch mindestens zwölf Jahre lang laufen. Neu ist nun das dritte Kriterium des erhöhten Risikoschutzes.

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Quelle: Süddeutsche Zeitung / Newsticker
(ENDE) versicherungspuls/02.04.2009/mar

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