Urteil: Versicherung trägt Beweislast für Angaben im Antragsformular

Kurz notiert: Objektiv unrichtige und unvollständige Angaben in einem Versicherungsformular sind nicht zwangsläufig ein Grund für die Beendigung des Versicherungsvertrages. Auf ein entsprechendes Urteil weist Rechtsanwalt Sven Skana bei anwalt24.de hin.

In dem Fall hatte eine Versicherungsnehmerin ihren Versicherer auf Leistungen aus einer Berufunfähigkeitszusatzversicherung verklagt. Die Versicherung verweigerte diese mit dem Hinweis auf objektiv unrichtige und unvollständige Angaben im Versicherungsformular. Doch dem folgten weder das LG noch das OLG Saarbrücken. Nach Ansicht der Richter konnte die beklagte Assekuranz unter anderem nicht beweisen, dass die Versicherungsnehmerin gegenüber dem Generalagenten des Versicherers – der den Antragsvordruck handschriftlich ausfüllte und sich nicht mehr an die Umstände des Vertragsabschlusses erinnern konnte – arglistig falsche Angaben gemacht habe.

Quelle: anwalt24.de
(ENDE) versicherungspuls/26.03.2009/mar